2008/01/20

Tag/Day 2.1 auf der/on CENTURY in Nassau, Bahamas

Sorry - but my first blogs were only published in German. Therefore please use a translator service like with Google to get a rough idea what I wrote then. Thanks for understanding.


Eigentlich begann der Tag ganz gut.

Die Einfahrt am Heck zu erleben war schon toll. So sahen wir, wie die CARNIVAL GLORY uns in die Einfahrt folgte:







Wir wenden im Hafenbecken und sehen dann, dass uns zwei alte Bekannten bereits erwarten: MAJESTY OF THE SEAS und EXPLORER, die ich zuletzt vor über einem Jahr in Hongkong noch gesehen habe.





Weiter geht es zum Frühstück. Mit Service muss man wieder ins Grand Restaurant an Deck 6. Auf Deck 5 gibt es morgens nichts. Das weiss man aber erst, wenn man mal vor dem Eingang auf Deck 5 steht. Bei der QUEEN VICTORIA war es ja genau umgekehrt.

Wie üblich gibt es erst ein Desinfektionstuch und dann werden wir von einem Kellner zu einem 2-er-Tisch geführt.

Es ist kein Maître D' in Sicht, der die Verteilung vornimmt, sondern einfach ein Kellner, der vorne steht. Irgendwie hat man den Eindruck, dass es ein wenig dann nach Sympathie und Antipathie der Kellner untereinander geht, wie zugeteilt wird. Es gibt Ecken, in den einige Kellner in der Ecke stehen und Späße machen (ohne einen Tisch zu bedienen) und anscheinend andere Ecken mit "muffeligen" und "unbeliebteren" Kollegen, denen man die Arbeit zuschanzt.

Unser Kellner lässt uns spüren: "Warum gehen Sie eigentlich nicht im Island Café frühstücken. Dort müsste ich Sie nicht bedienen!".

Die Karte ist etwas dürftig. Viele Sachen, die wir von anderen Schiffen her kennen, werden gar nicht erst angeboten (z. B. Waffeln) oder gibt es nur auf Anfrage (z. B. Cranberry-Juice).

Uns wird Kaffee angeboten. Wir wollen lieber grünen Tee. Nächster böser Blick.

Wir bestellen. Spaßeshalber bestelle ich mir mein NCL-Egg Benedict auf Salmon, das nicht auf der Karte steht. Auch diese Bestellung wird akzeptiert.

Der Kellner mit dem Gebäck kommt. Ich nehme ein Croissant und Muffins werden anscheinend gar nicht angeboten. Auf jeden Fall das Angebot woanders ist vielfältiger und vor allem sie kommen auch mal wieder, wenn der Brötchenteller leer ist. Hier hat man gar keine Chance nochmals ein 2. Croissant zu bekommen, wenn man nicht wieder ausdrücklich fragt: Entweder der Kellner mit dem Gebäck kommt nie wieder oder der Kellner hat keine Lust am Tisch etwas wegzuräumen und stellt einfach etwas auf den Brötchenteller ab.







Der Früchteteller besteht nur aus Melonen (Da hat QUEEN VICTORIA die Nase vorn...) und mein Fruchtsalat ist aus den Resten der vergangenen Kreuzfahrten zubereitet worden. Die Früchte sind so weich, weil sie überreif sind. Die Ananasstücke sehen richtig unappetitlich aus und manche Melonenstücke perlen schon auf der Zunge.







Erst im Vergleich zum nächsten Tag fällt uns noch auf: Auf dem Tisch steht gar nicht der Marmeladenständer und Toast wird uns gar nicht angeboten. Dem Nachbartisch ergeht es wohl noch schlechter, weil er schon durch das "Wenn Sie xxx wollen, hole ich Ihnen welches" schon resigniert und wohl das isst, was auf den Tisch kommt. Wir bemitleiden uns mit unseren Blicken gegenseitig.

Auf eine weitere Tasse Tee verzichten wir und gehen von Bord zum Treffpunkt für unseren Ausflug nach Atlantis, von dem viele andere in den diversen Foren schwärmen.

Für 41,00 USD heißt es zunächst einmal warten. Wenn wir um 09.05 Uhr unten sein sollen, heißt es nicht, dass um 08.55 Uhr schon jemand da wäre, der uns empfängt und schon mal die Tagesbänder uns umlegt. Nein - es geht um 09.05 Uhr erst los und wenn dann noch welche erst um 09.25 Uhr auftauchen, dauert es eben seine Zeit. Dann darf man sich als Führer nicht beschweren, dass man eine große Gruppe hätte und die Fähre schon auf uns warten würde, weil wir so trödeln würden. Wir nutzen die Zeit unseren Balkon und mal das Schiff aus der Nähe zu fotografieren:





Natürlich wird der Gang zur Fähre so geschickt gelegt, dass man durch den Shopping-Bereich des Cruise-Terminals muss:






Hätten wir selbst es organisiert, hätten wir dort an den Schaltern auch etwas individuelles buchen können und die Taxipreise hätten dort auch gestanden. Wichtig von/nach Atlantis fahren nur Sammeltaxen für 4,00 USD pro Person.

Die Fähre liegt etwa 8 Minuten weit weg vom Cruise Terminal. Auf dem Weg dorthin fällt uns ein Celebrity-Schiff auf, das ich keinem Katalog finden kann:



Unser Schiff ist gar keine Fähre, sondern ein Glasboden-Boot, das die Route übernimmt. Da jedoch alle Ausflügler von allen drei im Hafen liegenden Schiffen gleichzeitig drauf sollen, ist eigentlich nicht für alle Platz. Das hat den Vorteil, dass wir am Bug stehen müssen und folgendes genießen können:



















Angekommen, werden wir auf die Rückfahrtmöglichkeiten hingewiesen. Da wir uns nach der Tour frei bewegen können, können wir alle 30 Minuten bis 15.00 Uhr zurückfahren.

Zunächst werden wir alle in eine Reihe aufgestellt und zum Atlantis geführt. Da weiss was Moses damals für eine Leistung erbracht hat, als er das Volk Israel nach Ägypten führte und geschickterweise wieder durch eine Shopping Meile:



Wir werden dann in kleinere Gruppen aufteilt, die uns durch das Casino und die Lobby führen. Einfach wow!







Erst mit Beginn der Aquarien benötigen wir die Tagespässe zur Einlasskontrolle. Die Investition lohnt sich.





Um es vorweg zu nehmen: Das sind die einzigen Hummer, die wir auf der Cruise zu sehen bekommen.





Das sind die Seegurken, die ich in jedem China-Restaurant wie die Pest hasse... gefolgt von Quallen



Irgendwie erinnern die mich an Leute aus ach so persönlichen Foren...







... und falls jemand mal im Lotto gewonnen hat: Die Suite, die oben als Brücke zwischen den zwei Türmen aufgebaut ist, kostet 25.000 USD pro Nacht, jedoch min. 7 Nächte sind zu buchen.

... und falls der Lottogewinn etwas größer ist.



Die Wolken werden immer dunkler. Wir wollen lieber auf das Schiff zurück. Allerdings müssen wir erst mal warten, bis dass ein Sammeltaxi voll ist. Wir kommen wirklich im letzten Moment an, bevor der Regen losgeht. Ausgerechnet dann versagt der Kartenleser, dass die letzten in der Schlange vor dem Schiff doch noch nass werden:







Aber es gibt auch ein paar Hartgesottene, die sich vom Regen nicht abhalten auf dem Deck im überdachten Teil zu liegen oder sogar doch in den Whirlpool zu steigen.

Wir ziehen ein wenig Gebäck und etwas heißen Tee im CAVA vor. Von der Sortenvielfalt sind wir überwältigt und die Brioches schmecken wie bei LENÔTRE in Paris...





Leider wird es immer kälter in der Grand Lobby und wir ziehen uns zurück. Aber auch hier hat sich wohl nichts getan, so dass wir nochmals zur Guest Relation gehen, und nochmals um Beseitigung des Problems mit der Klimaanlage bitten. Sie nutzen aber die Reklamation, um die Temperatur im Schiff etwas nach oben zu setzen. Die haben wohl dort gar nicht mitbekommen, dass mitlerweile draußen die Sonnen nicht mehr scheint, sondern in Strömen regnet.

Erstaunlicherweise wird mittags im Gran Restaurant nichts angeboten. So dass wir das "Gesundheitsessen" in der AquaSpa Bar probieren. Dort gibt es allerdings nichts warmes!!!









Dort bekommen wir das leckerste Cashew-Hühnchen und das leckerste Orangensorbet. Das schmeckt wie gefrorener frisch gepresster Orangensaft.

Hier bleiben wir länger, weil es hier "lustig" abgeht.

Die Frage ist, wie schnell werden wir nass. Alle Scheiben sind nicht richtig abgedichtet, so dass immer mehr Wasser eindringt und die Träger so gesichert werden



und weil wir hier den "faulsten" und "schlemigsten" Kellner treffen.

1. Er arbeitet nur, wenn ein Maître D' in der Nähe ist, den er nicht vollschleimen kann. Glück hat er dann, wenn einer da ist, der seine Landesprache spricht und sie sich in Ruhe unterhalten können und der Maître D' sich kurzerhand auch aus der Hühnchensoße sich die Cashew-Kerne rauspickt um sie selbst zu essen.

2. Er steht neben den Gläsern und fragt mich ob ich ein Glas will. Statt mir eines zu geben, sagt er lieber: Nehmen Sie sich hier.

3. Er fragt mich, ob ich noch eine Cola Light will und statt es selbst zu holen, sucht er einen anderen Kellner, der es mir holen soll.

4. Er sieht mich hinter vor dem Sorbetstand und ruft wieder jemandem zu, dass er kommen soll, um mich zu bedienen.

5. Er fordert mich auf, dass ich mir meinen Teller selbst nehmen soll, obwohl keine Soße auf dem Hühnchen ist. Als ich dieses anmerke, meint er, dass ich ja möglicherweise auf Cashew-Nüsse allergisch reagieren könnte und deswegen keine Sauce drauf sei. Warum heißt ein Cashew-Hühnchen Cashew-Hühnchen, wenn keine Cashew-Nüsse drauf sein sollen? Leider musste er sich deswegen bewegen. Sorry...

6. Er zieht es vor, die leeren Tabletts wegzuräumen. Ist ja leichter, als es stehen zu lassen, damit es seine Kollegen, die die leeren Teller wegräumen es leichter haben.

Die Show ist gut, aber leider die einzige Show, die wir zu Gesicht bekommen. Denn abends ist ein Comedian für 22.45 Uhr angekündigt, worauf wir auch verzichten.

5 USD wie bei G. vom Purser's Desk auf der QUEEN VICTORIA ist mir allerdings diese Show nicht wert.

Wir gehen mal wieder in die Kabine zurück und tatsächlich kommt ein Techniker, der uns anbietet, dass man die gesamte Belüftung abdrehen kann, was aber eigentlich auch nicht im Sinne der Sache ist, wenn nur das Thermostat nicht in Ordnung ist.

Wir gehen wieder ins CAVA. It's Tea Time again...



Wenn wir positive Erinnerungen von der CENTURY nicht vergessen werden, dann sicherlich deren Patisseure...

Aufgrund der anhaltenden Kälte müssen wir doch mal den Arzt aufsuchen. Nach den Erfahrungen einer Bekannten, die sich mal auf einem RCCL-Schiff hat behandeln lassen, kann die Sache ziemlich kostspielig werden. Neben der Untersuchung fiel auch der Abstrich an.

Als der Arzt nach der Ursache fragt, erklären wir ihm, dass die Klimaanlage schlicht und einfach zu kalt sei und man hier erst nach 24 Stunden sich in der Lage sah, etwas zu unternehmen. Er übernimmt die Verantwortung und verzichtet auf eine Rechnung, obwohl wir jede Menge Antibiotika usw. erhalten haben. Das nenne ich klasse!

Es geht zum Abend essen. Als wir von Oma mit dem Desinfektionstuch begrüßt werden ist das Bild klar, warum der Serviceablauf gestern so schleppend war. Er taucht erst in zehn Minuten auf, um mit dem Service zu beginnen, während eben der Hilfskellner alles alleine für zwei Kellner machen muss.

So wundern wir uns auch nicht über solche Zustände, wie in einem billigen amerikanischen Diners:



So etwas würde vielleicht nicht passieren, wenn der erfahrene Kellner die Tische fertig machen würde und der Hilfskellner stattdessen am Eingang die Desinfektionstücher austeilen würde.

Schade auch, dass nur noch die Flasche Evian auf den Tisch geknallt wird und man sich selbst eingießen muss. Das passt einfach nicht ins Bild von CELEBRITY, zumindest nicht in das, was ich habe...













Weil wir bloß eben 1 1/2 Kellner haben, fehlt die Zeit, um den 4. Dressing nachzuholen. Andere Tische bekommen vier Dressings und ich leider bloß drei...





Zum Thema Schalen- und Krustentiere: angeblich ist der Fisch damit gefüllt...



Lecker, aber viel zu reichhaltig...

Unsere Tischnachbarn vom Nachbartisch erzählen uns, dass sich der Concierge immer noch nicht hat blicken lassen und beraten ob sie Service Charge streichen sollten. Auf jeden Fall ziehen sie für sich das Fazit "Nie wieder Celebrity!".

Da wir die leidvolle Erfahrungen auf den Mini-Cruises gemacht haben, dass manche Gesellschaften einfach zu blöd sind, diese Fahrten als Chance zu erkennen, neue Kunden für längere Kreuzfahrten zu akquirieren, lassen wir es einfach mal für dieses Jahr ruhen und schauen mal was 2009 bringt. Ein anderes Schiff, eine andere Route, vielleicht klappt es ja dann besser. Denn nicht umsonst hätte es die hohe Bewertung.

Allerdings wenn man dann den Tee so serviert bekommt:



d. h. in einer Teekanne ohne Griff fragt man sich schon, ob es mit Celebrity nicht bergab geht, wenn nicht mal mehr ein Teekänncher ersetzt werden kann.

Überhaupt bin ich etwas erstaunt, als wir dann auch noch die Umschläge für Trinkgelder vorfinden. Es wird doch abgebucht und dann noch zusätzlich??? Sicherheitshalber frage ich bei der Guest Relation an. Dort sind aber auch schon andere mit der gleichen Frage. Wir sollen die Umschläge ignorieren, genauso wie unsere Meinung. Fragebögen haben wir auch nicht erhalten.

Alternativ hätten wir auch im Island Café mit Bedienung essen können. Dort wären 2 USD Trinkgeld angefallen, wobei unsere Kellner doch den Anteil vom Servicegeld bekommen hätten, obwohl die uns gar nicht bedient haben. Ich liebe NCL, wo ich mir über so etwas keine Gedanken machen muss.

Quälen wir uns wieder auf das Schlafsofa.

Gute Nacht zum letzten Mal auf der CENTURY und Gute Nacht EXPLORER. Sie ist doch noch, als wir abfahren:



HeinBloed

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